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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 139 mal aufgerufen
 Politik Allgemein
jeanny Offline

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Beiträge: 5.187


05.12.2009 22:46
ralph giordano antworten

folgendes habe ich heute in der bild gelesen.

ich finde,der mann hat recht.

wie seht ihr das ?

In Antwort auf:
Islam-Kritiker Ralph Giordano rechnet mit Multi-Kulti ab „Ich bin kein Türken-Schreck, aber...“
04.12.2009 - 11:41 UHRVon Ralph Giordano*
57 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben gegen den Bau weiterer Minarette in der Schweiz gestimmt – es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich auszumalen, zu welchem Ergebnis eine entsprechende Abstimmung in Deutschland führen würde.

Wird nun die Mehrheit der Eidgenossen zu lauter verkappten Faschisten erklärt? Jede Kritik am Islam als Beleidigung denunziert? Und jeder Kritiker als Rassist enttarnt?

Aktuell
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über den IslamMehr zum Thema*Wer ist Ralph Giordano?
Der jüdische Autor Ralph Giordano (86, „Die Bertinis“) gehört zu den angesehensten Schriftstellern und Regisseuren Deutschlands. Von den Nazis verfolgt überlebte seine Familie den Holocaust versteckt in Hamburger Kellern. In zahlreichen Beiträgen wehrt sich Giordano seit Jahren gegen einen radikalen Islamismus, bekam sogar Morddrohungen, weil er sich gegen eine geplante Kölner Großmoschee engagiert.
Schluss, endlich Schluss mit den Totschlagargumenten einer „political correctness“, die mit der Autorität einer Staatsräson auftritt!

Ein Gemisch aus Multikulti-Illusionismus, Sozialromantik, Gutmenschtum und Umarmungstendenzen. Kurz, eine Haltung, die sich von Grund auf scheut, anti-emanzipatorische und menschenrechtsferne Mentalitäten, Sitten, Gebräuche und Traditionen der muslimischen Minderheit auch nur anzusprechen, geschweige denn zu thematisieren.

Dabei sind das größte Tabu die Integrationshemmnisse, die aus der Minderheit selbst kommen. Zustände, die mit Grundgesetz und Menschenrechten nicht vereinbar sind.

Migration und Integration sind längst eines der großen Probleme der deutschen (und europäischen) Innenpolitik geworden, und werden es wahrscheinlich quer durch das 21. Jahrhundert auch bleiben.

Auf keinem Gebiet aber ist die Kluft zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung, also zwischen politischer Klasse/Medien und „gewöhnlichen Bürgern“ größer als auf diesem. Die Reaktionen auf die Schweizer Volksabstimmung haben das nur noch einmal bestätigt.

Diagnosen tun weh.

Durch eine total verfehlte Immigrationspolitik stoßen hier zwei Kulturkreise in jeweils sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien aufeinander:

• Der abendländisch-christliche Kreis, der in den letzten fünfhundert Jahren mit Renaissance, Aufklärung, bürgerlichen Revolutionen und ihrer Fortschreibung durch die Jahrhunderte einen gewaltigen Sprung nach vorn getan hat.

• Der islamische Kreis, eine Welt, die nach einem Kulturhoch am Ausgang des Mittelalters, von dem Europa nur beschämt werden konnte, auf eine verstörende Weise stagniert. Anpassungsversuche an die Moderne führen zu schweren Erschütterungen. Dabei zeigt gerade die Türkei auf mannigfache Weise, wie schwer es selbst eine teilsäkularisierte muslimische Gesellschaft mit Reformen hat.

In dieser Auseinandersetzung ist mir unbeabsichtigt eine Schlüsselrolle zugefallen. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Kölner DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.), Bekir Alboga, am 11. März 2007 habe ich vor laufender Kamera den Bau der Köln-Ehrenfelder Großmoschee und Pläne für fast zweihundert weitere Bauten dieser Art zu hinterfragen gewagt.

Die Wirkung war explosiv, der lokale Rahmen sofort gesprengt. Ich bekam Hunderte und Aberhunderte von Briefen, die alle den gleichen Tenor hatten: „Wir sind wie Sie über Erscheinungen der Migrationsszene beunruhigt, wagen es aber nicht, uns öffentlich zu äußern, weil wir dann in die rechte Ecke gestellt werden – wo wir nicht hingehören.“ Unter diesen Briefen, ich habe eine Nase dafür, war kein einziger ausländer- oder fremdenfeindlicher. Ich hatte ausgesprochen, was viele gedacht, sich aber nicht zu sagen getraut hatten.

VideoVergrößernVolksabstimmungSchweizer wollen
keine Minarette!hintergrundAlgier
Deutsche bauen höchste
Moschee der WeltWallfahrt
Mein Weg
nach Mekka Was sich seither zeigte, ist erschreckend: In einer Atmosphäre weitverbreiteter Einschüchterung macht der aus der Nazizeit überhängende Schulddruck es auch den völlig schuldlosen Generationen unserer Gegenwart noch zusätzlich schwer, kritische Fragen zu stellen.

Das aber tut niemand schärfer als Muslime selbst, darunter Muslima wie Necla Kelek oder Seyran Ates, denen niemand Islamophobie vorwerfen kann. Sie sind es, die im Interesse der Integration den Finger in die Wunde legen, wieder und wieder. Kronzeuginnen für Verhältnisse, deren Behebung nur im ureigensten Interesse der muslimischen Minderheit liegen können. Allen voran die inakzeptable Rolle der Frau in der islamischen Gesellschaft, Fokus aller Reformen überhaupt.

Dass einem in dieser Auseinandersetzung die falschen „Bundesgenossen“ von rechts auf die Schulter zu klopfen versuchen, kann mich nicht mundtot machen. Ihretwegen werde ich weder der „kritischen Methode“ abschwören, noch mir eine Schere im Kopf verpassen.

Es bleibt die Ehre der Nation, wie die meine, sich schützend vor jede Muslima, jeden Muslim zu stellen, die von der Pest deutscher Ausländer- und Fremdenfeinde attackiert werden – hier, heute und immer! Aber man braucht kein Überlebender des Holocaust zu sein, um seine kritische Stimme zu erheben, wenn man meint, sie erheben zu müssen.

Das bedeutet nicht, die muslimische Minderheit unter Generalverdacht zu stellen. Es bedeutet, sich um die Integration zu sorgen. Meine Beteiligung, meine Reden, Schriften und Vorträge haben nie einen anderen Sinn gehabt – weil die Lösung nur eine friedliche sein kann. Es gibt aber Kräfte, muslimische und nichtmuslimische, die daran desinteressiert sind.

Gegen sie richte ich mich, nicht gegen „die“ Muslime.

Ich brauche mich hier nicht als Anwalt von Minderheiten auszuweisen, war ich doch lebenslang nichts anderes, nachdem ich einst selbst einer tödlich bedrohten Minderheit angehört habe.

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Türken greifen
Sarrazin scharf anIch bin kein Türkenschreck, kein Anti-Muslim-Guru, ich habe nicht zum Bürgerkrieg aufgerufen. Ich habe durch kritische Fragen dazu beigetragen, einem von feigen deutschen Politikern und integrationsunwilligen Migranten verdrängten und geschönten Problem zu verstärktem öffentlichen Diskurs zu verhelfen.

Muss ich hier gebetsmühlenhaft abspulen, dass in dieser Auseinandersetzung Grundgesetz und Menschenrechte mein Kompass sind? So wie ich mein ganzes Leben gegen Nazismus, Faschismus und Stalinismus gekämpft habe, so werde ich überall da antreten, wo muslimischerseits die Gesellschaftsform angegriffen wird, in der ich mich nach bitteren biografischen Vergleichsmöglichkeiten einzig sicher fühle: in der demokratischen Republik.

Dabei stößt jede pauschale Ächtung, jede generelle Dämonisierung von Muslimen auf meinen Widerstand. Aber wann immer ich mit Riten, Sitten und Gebräuchen konfrontiert werde, die gegen meine Wertewelt gerichtet sind, werde ich auf meiner kulturellen Selbstbehauptung bestehen – so wie es die Schweizer mit ihrer Initiative gegen den Neubau von Minaretten getan haben!

In dieser erkämpften und erlittenen Position bin ich Rassist, Hetzer, Nazi und Judenschwein genannt worden. Neben Morddrohungen im Namen Allahs, die auch einen terrorgewohnten Mann wie mich schocken konnten, obwohl ich mein ganzes publizistisches Leben lang von rechts bedroht worden bin.

Von meiner kritischen Methode als Grundformel wird mich das so wenig abbringen wie von dem Reflex, der mir noch jedes Mal kommt, wenn mir Kinder mit offensichtlichem „Migrationshintergrund“ begegnen: Es soll ihnen gut gehen, es soll ihnen, verdammt noch mal, gut gehen!

Dazu will ich weiter das Meine beitragen – an der Seite kritischer Muslime.

Die Schweizer stimmen über ein Bauverbot von Minaretten ab. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Gysi Offline

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Beiträge: 2.431


06.12.2009 10:18
ralph giordano antworten

Klar hat er Recht!
Multi-Kulti ist super, aber der Islam ist es nicht!
Minarette sind keine architektonische Verschandelung, darum geht es auch gar nicht: Der Islam ist eine Vergiftung der demokratischen Kommunikationsbedingungen wie Meinungsfreiheit, Streitkultur, Kritikfähigkeit und Akzeptanz anderer Meinungen.

Wir machen hier im Westen einen Fehler: Die Pakete, auf denen "Religion" draufsteht, werden unbesehen durchgewunken. Aber gerade in diese Pakete sollten wir nach den INHALTEN schauen!
Wir müssen lernen, Religionen wie Parteimanifeste anzunehmen. Das heißt, dass die nicht mehr schräg und mit Mordphantasien angeguckt werden, die die Religion lang und schmutzig auseinandernehmen! Soweit müssen wir kommen, um die Meinungsfreiheit wirklich durchzusetzen!
___________________________________

Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit! (Karl Marx)

Titus Offline

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Beiträge: 255

09.12.2009 14:30
RE: ralph giordano antworten

Aus dem Beitrag von Jeanny vom 05.12.09:

"Dazu will ich weiter das Meine beitragen – an der Seite kritischer Muslime.

Die Schweizer stimmen über ein Bauverbot von Minaretten ab. Wie ist Ihre Meinung dazu?"
(Das war die Frage von Ralph Giordano)

Wären es nur die Minarette, so wäre die Frage gar keine. Die "empörte" islamische Welt sieht vielleicht ihre Felle wegschwimmen und beachtet dabei nicht die Feigheit oder Ahnungslosigkeit der westlichen Welt.
Wenn man gegen die Islamisierung vorgehen will, so können wir uns hier im Internet die Finger kaputt schreiben. Völlig uninteressant, da wir keinerlei Macht oder Einfluß haben.
Wer Macht und/oder Einfluß hat und sich aufklärend äußern will, wird das bald nur noch im Untergrund tun können.
Soweit sind wir schon!

Titus

______________________________
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Gysi Offline

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09.12.2009 16:27
RE: ralph giordano antworten

Schon gehört: In Neukölln stehen Moscheen unter Verdacht, Gotteskrieger auszubilden...
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit! (Karl Marx)

Tabaiba Offline

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30.01.2010 14:01
Günnther Öttingers "Spätzle" Englisch antworten

Hier eine Kostprobe von Günther Öttingers Ansprache, peinlich, peinlich.

http://www.clipfish.de/video/3236359/oet...richt-englisch/

Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag



Gysi Offline

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30.01.2010 14:18
Günnther Öttingers "Spätzle" Englisch antworten

Er ist das neue Hack-Objekt von Stefan Raab (in seinem TV total). Ich hab' mich schief gelacht!
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Tabaiba Offline

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Beiträge: 5.428


30.01.2010 16:16
RE: Günnther Öttingers "Spätzle" Englisch antworten

Kann ich mir vorstellen Gysi.

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Gysi Offline

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30.01.2010 19:32
RE: Günnther Öttingers "Spätzle" Englisch antworten

Schaust du auch TV total? Musst du dir jetzt mal anschauen. Ab Mo. ist der Oettinger wieder dran.
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Tabaiba Offline

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30.01.2010 20:54
RE: Günnther Öttingers "Spätzle" Englisch antworten

Danke für den Tipp Gysi, werde ich mir garantiert anschauen.

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Gysi Offline

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31.01.2010 09:22
RE: Günnther Öttingers "Spätzle" Englisch antworten

Sehr gut. Nur noch einmal schlafen, dann isses so weit.
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Tabaiba Offline

Mitglied
Beiträge: 5.428


31.01.2010 19:46
RE: Günnther Öttingers "Spätzle" Englisch antworten

Und nochmal Günther Öttinger:

http://www.swr3.de/fun/comix/-/id=136010...9xrk/index.html

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