Weil eine dänische Zeitung vor einiger Zeit Karikaturen von Mohammed veröffentlicht hat, droht nun die gesamte islamische Welt mit Vergeltung. Kann so was wahr sein? Meine Meinung dazu gibts auf unserer FSM Seite ......................................... Wer in sich selbst beruhigt ist, der beunruhigt auch den anderen nicht.
In Antwort auf:Der Wortkrieg um die Mohammed-Karikaturen dänischer Zeichner hat in Frankreich zu unerwarteten Kollateralschäden geführt. Der Chef des Traditionsblattes "France Soir", Jacques Lefranc, wurde von seinem ägyptischen Verleger entlassen, weil er die Karikaturen nachdrucken ließ. Schlimmer noch: Bis an die Zähne bewaffnete palästinensische Kämpfer erklärten am Donnerstag nicht nur Dänen, sondern auch alle Franzosen in ihrem Herrschaftsgebiet "zum Ziel".
Verwundert reibt man sich in Frankreich die Augen: Zeitungen in Deutschland, Italien und anderswo hatten die Karikaturen ohne Folgen auch nachgedruckt. Die französischen Medien berichten sachlich und zurückhaltend über den Konflikt. Niemand will Öl ins Feuer gießen. Die Proteste der Muslime werden zwar nicht gebilligt, aber doch mit Verständnis aufgenommen. Nur "France Soir" macht den Bilderstreit auch am Donnerstag erneut zum Aufmacherthema - ohne dabei die Entlassung des Chefredakteurs zu erwähnen. Die Zeitung kämpft ums Überleben und nutzt jede Chance, auf sich aufmerksam zu machen.
schade um die demokratie .wo bleibt die freiheit und die solidarität der presse.
besonders das beispiel ''france -soir ''lässt sehr tief blicken.
die bemerkungen in der zeitung die dir nahe steht,gefallen mir,auch die eingeflochtene feststellung,
dass mohamed frauen und kinder gleichermassen liebte.schade nur,
dass mavaho hier schon einige zeit nicht mehr vorbei schaut,das wäre ein thema nach mass für ihn gewesen.
Dänische Zeitungen haben Karikaturen von Mohammed veröffentlicht und so viele Muslime in aller Welt beleidigt. Was im kleinen Dänemark begann, scheint für ganz Europa zum Problem zu werden.
Wir Pastafarianer sind strikt gegen Verächtlichmachung religiöser Symbole und Figuren. Lest dazu bitte hier weiter.
......................................... Wer in sich selbst beruhigt ist, der beunruhigt auch den anderen nicht.
Innenminister Schäuble hat sich in den Streit über Karikaturen des Propheten Mohammed eingeschaltet. Er hat eine Entschuldigung der Regierung für Presseveröffentlichungen in Deutschland abgelehnt.
Berlin - "Warum sollte sich die Regierung für etwas entschuldigen, was in Ausübung der Pressefreiheit passiert ist?", sagte Schäuble der "Welt". "Wenn sich da der Staat einmischt, dann ist das der erste Schritt zur Einschränkung der Pressefreiheit." Andererseits müsse die Presse "mit dem, was sie anstellt, selbst umgehen".
Der Karikatur-Streit spaltet Frankreich: "Voltaire hilf, sie sind verrückt geworden!" titelte "France Soir" heute. Kurz nach Redaktionsschluss wurde der Chefredakteur des Blattes vom franko-ägyptischen Verleger entlassen. In Paris grassiert Angst vor neuen Unruhen.
Es gibt hier in Deutschland ja den §§ 166 StGB, nach dem eine Religionsgemeinschaft nicht verunglimpft werden darf, wenn diese Verunglimpfung den öffentlichen Frieden stören kann. Das heißt also, dass - in diesem Fall - die Muslime bestimmen dürfen, dass du dein Maul zu halten hast - indem sie einfach Bambule machen! So dient dieses Gesetz der Religionsgemeinschaft, die nur neurotisch genug auftritt... Dieser §§ 166 gehört - im Namen der Meinungsfreiheit und des Laizismus - abgeschafft!
Gysi
________________________________________ Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit! (Karl Marx)
Ich bin immer eine Kämpferin für die Pressefreiheit gewesen, soll die jetzt wegen 12 Karikaturen einen Maulkorb umgehängt bekommen? Die meisten der Bildchen sind einfach komisch, mir kommt es so vor, als habe die muslimische Welt schon lange auf einen Aufhänger gewartet, um sich nun - einig wie selten - lautstark empören zu können. Europa kann hier nicht nachgeben und die Journalisten sollten durch Solidarität bestärkt werden, sich in ihrer Arbeit nicht einschüchtern zu lassen. Pressefreiheit ist ein durch nichts einzuschränkendes Rechtsgut.
Gegen meine Absicht, mich im geschlossenen Foren-Bereich nicht zu beteiligen, habe ich - als ich Medeas Beitrag las - mich nun doch einmal eingeloggt.
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Sorry, Medea, aber Deine Einstellung finde ich für mich sehr enttäuschend. "Pressefreiheit" muß in bestimmten Bereichen ihre Grenzen haben. Wie würden Christen reagieren, wenn sie Jesus karikiert in ihren Zeitungen fänden? Verklagt ein Herr Schröder nicht denjenigen, der öffentlich geschrieben hat, er färbe seine Haare? Wo bleibt denn die "Würde des Menschen"?
Zur Toleranz zwischen den Glaubensbekenntnissen trägt so etwas jedenfalls nicht bei :-( Und ich sehe es als - entschuldige bitte - Unsinn an zu denken, der Vorgang sei ein von der muslimischen Welt "erwarteter Aufhänger", um sich empören zu können. Ich meine, die haben andere Sorgen.
In Antwort auf:Wie würden Christen reagieren, wenn sie Jesus karikiert in ihren Zeitungen fänden? Wo bleibt denn die "Würde des Menschen"?
1. Wer Jesus karikiert, beleidigt ihn noch lange nicht und seine Jünger schon gar nicht. Die fühlen sich höchstens beleidigt.
2. Die Christen würden pikiert herummaulen, aber nicht, sogar von offizieller Seite, die Einschränkung der Pressefreiheit fordern oder gar mit Mordanschlägen drohen.
3. Wo bleibt die Würde des Menschen, wenn jede Glaubensgemeinschaft die demokratische Welt einschüchtern und zum Schweigen bewegen darf, sobald sie nur neurotisch genug auftritt?
Gysi __________________________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit! (Karl Marx)
Macht nichts, Catty, in Diskussionen ist für alle Meinungen und Mitteilungen Platz. Meine Auffassung vom Islam ist halt eine andere, die in mehr als dreißig Jahren gewachsen ist, genau so lange bzw. länger beschäftigte ich mich damit. Von den sogenannten fünf Weltreligionen ist er die regideste und den meisten Druck auf seine Gläubigen ausübende. Zudem bin ich der Überzeugung, daß unsere westlichen Freiheiten, die wie alles auch ihre Kehrseiten haben, eine Errungenschaft durch die Jahrhundert hinweg sind, die es mit allen Mitteln zu verteidigen gilt. Hier Kompromisse zu machen wäre für den Westen auf Dauer gar nicht wieder gutzumachen. Karikaturen meinen ja gar nicht in erster Linie die "Person", sondern unterstellte Eigenschaften und sind seit eh und je üblich im politischen/gesellschaftlichen Umgang miteinander. Wenn man anfängt, Karikaturen oder Satire einen Maulkorb umzuhängen, ist es um eine Gesellschaft schlecht bestellt. Mal in die arabische Welt einen Blick hineinwerfen, dann weiß jede/r weiß ich damit meine.